Mystic und New London

Unser nächstes Ziel war Mystic Seaport, ein absolutes Muss für jeden Bootsfan. Leider konnten wir aber wegen unseres Tiefgangs nicht direkt dorthin segeln, sondern wählten Stonington als nächsten Hafen. Nach einem recht entspannten Seetag, an dem wir sogar zwischendurch mal segeln konnten, erreichten wir die schöne Bucht von Stonington und entschieden uns für eine der ersten Moorings hinter dem Wellenbrecher. Für heute Nacht war mal wieder recht viel Südwestwind angesagt und dort sollten wir gut geschützt sein. Und genauso war es dann auch 🙂

Erst am nächsten Morgen ließen wir uns vom Marina-Boot an Land bringen. Diesen Service bieten viele Marinas in dieser Region an, aber bisher hatten wir ihn nie genutzt. Dietmar befürchtete auch schon Kratzer im wunderschönen, neuen Lack der CESARINA, als die junge Dame mit dem Motorboot Kurs auf unser Boot nahm. Aber gekonnt brachte sie ihr Gefährt mit einem Abstand von 10 cm längsseits zum Stehen und wir konnten bequem übersteigen :-). Der Weg war recht weit und vom Vortag stand noch recht viel Welle in der Bucht. Das wäre mit dem Dinghi sicher eine nasse Angelegenheit gewesen. Im Marinabüro bekamen wir eine Mooring in der für uns passenden Tiefe fast direkt vor der Marina zugewiesen und so parkten wir erst einmal um. Jetzt konnten wir wieder unser Dinghi benutzen und waren flexibel und zeitlich unabhängig.

Mit dem Taxi machten wir uns auf den Weg nach Mystic. Das „Seaport Museum“ ist ein großes Gelände, das fast den gesamten alten Hafen und das ehemalige Dorf umfasst. Bei strahlend schönem Sonnenschein gab es viel zu entdecken.

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Nach dem Museum machten wir noch einen kurzen Abstecher ins Örtchen Mystik, das sehr hübsch, aber auch sehr touristisch war. Zum Abendessen hatten wir noch einmal eine Verabredung mit Elias, der es sich nicht nehmen ließ, den weiten Weg von Boston aus zu uns zu fahren, nur um mit uns den Abend zu verbringen. Bei hervorragendem Essen und leckeren Cocktails verbrachten wir einen lustigen letzten Abend. Schade, dass es vorerst der letzte sein würde. Wir werden seine Gesellschaft wirklich vermissen, aber das ist ja der übliche Langfahrtsegler-Alltag 🙁

Am nächsten Morgen waren wir mit Ted und Karen verabredet. Die beiden sind Freunde unseres englischen Freundes Tom und hatten sich heute für uns Zeit genommen.

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Nach einer Besichtigung der CESARINA, die bei den beiden Seglern sehr gut ankam, zeigten sie uns eine paar sehr schönen Ecken in und um New London. Krönender Abschluss war die Besichtigung des Atom-U-Bootes Nautilus und einer ganz besonderen Führung von Ted, der selber viele Jahre als Navigator auf U-Booten gedient hatte. Heute ist er als Künstler aktiv und deshalb kamen wir in den Genuss, den Samstagabend in einer ganz interessanten Runde auf einer Party zu verbringen. Tolle Gespräche und Unmengen leckeren Essens machten den Abend für uns unvergesslich.

Den Sonntag verbummelten wir in Mystic und trafen die letzten Vorbereitungen für unsere Weiterfahrt nach New York. Wie so oft war das Wetter der Meinung, dass wir besser wieder zurück nach Norden segeln sollen :-(. Da aber die nächsten Tage nur wenig Gegenwind angesagt war, sollte es morgen trotz ungünstiger Segelwinde für uns weiter gehen.

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