Zack-Zack nach New York

In drei Tagen wollten wir in New York sein 🙂 Darum ging es heute Morgen auch früh los, um die sechzig Seemeilen bis nach Port Jefferson gut hinter uns zu bringen. Wenn wir schon keinen passenden Wind hatten, so schob uns immerhin der Strom in die richtige Richtung. Unser Ziel erreichten wir schon früher als erwartet und machten gegen vier Uhr an einer Mooring recht weit außerhalb fest. Wie so oft war nicht zu erkennen, wem die Mooring denn gehörte. Unser Dinghi war sicher an Deck verstaut und die Stadt vor uns sah nicht allzu einladend aus. So entschieden wir uns einfach abzuwarten, ob sich der Besitzer bei uns melden würde. Dietmar warf die Angel aus und versuchte sein Glück, aber sein Köder traf wohl nicht den Geschmack der verwöhnten Long-Island-Fische 🙂

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Nach der kostenlosen Nacht an der Mooring machten wir uns nach einem späten Frühstück auf den Weg und auch dieser Tag verlief ohne große Ereignisse. Oder vielleicht sollte ich positiv erwähnen, dass wir mal wieder ein bisschen segelten :-). Abends machten wir an einer Mooring zwischen City Island und Hart Island fest. Hier würden wir guten Schutz vor dem böigen Südwestwind finden, der für die kommende Nacht angesagt war.

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Für den nächsten Tag war denn mal wieder eine etwas genauere Planung angesagt. Die letzten 20 Meilen nach New York würden uns durch das Hell´s Gate führen. Das hörte sich schon sehr beeindruckend an. Grund für den Namen ist wohl die starke Strömung mit bis zu fünf Knoten, die die Bootsleute vor eine Herausforderung stellen kann. Wir wollten die Stellen bei Stillwasser passieren und durften morgen wirklich lange ausschlafen 🙂 Erst um elf Uhr machten wir unsere CESARINA von der Mooring los und motorten den East River entlang. Ganze acht Brücken lagen zwischen uns und unserem Ziel.

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Die Skyline von New York war schon gestern am Horizont zu sehen gewesen und kam in großen Schritten immer näher. Bald waren wir mitten drin.

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Vorbei am Flughafen ging es zügig weiter zum Hell`s Gate, das wir sicher und bequem und fast ohne Strömung passierten.

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Der Verkehr nahm stetig zu und beeindruckende Frachter passierten uns. Dietmar stand die ganze Zeit hoch konzentriert am Steuer, während ich die ganze Fahrt mit der Kamera für die Nachwelt festhielt. Es ist wirklich ein ganz besonderes Erlebnis, sich New York auf diesem Wege zu nähern. Die Eindrücke und Aussichten vom East River waren wirklich unvergleichlich. Irgendwann kam dann auch weit entfernt die Freiheitsstatue in Sicht. Wir waren wirklich in Big Apple angekommen 🙂

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Für unsere Woche in New York hatten wir die Liberty Landing Marina ausgewählt, die wir auch sehr gut weiter empfehlen können. Zwar war unsere Ankunft dort trotz Reservierung etwas holprig, aber als sich dann letztendlich doch ein Liegeplatz für uns gefunden hatte, waren wir sehr zufrieden. Komplett geschützt ohne Welle und Dünung liegt man hier nur eine kurze Fährfahrt von Südspitze Manhattans entfernt 🙂 Ich wäre ja am liebsten sofort losgedüst, aber Dietmar wollte es etwas ruhiger angehen lassen. Da musste ich mich wohl bis morgen gedulden 🙁 Aber auf dieser Seite vom Hudson River gab es auch schon genug zu sehen und zu entdecken 🙂

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