Cesarinas Refit – oder bald ist Weihnachten

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Was muss meine Frau bloß alles mit mir ertragen? Es liegt in meiner Natur, dass ich schöne Dinge an denen mir etwas liegt, noch etwas schöner und perfekter machen möchte. So auch meine CESARINA! Vor gut 6 Wochen habe ich unsere Cesarina den Mitarbeitern der HINCKLEY Werft überlassen und mich dann nach Deutschland zu einem ausgiebigen Heimaturlaub verzogen. Die zu erledigenden Umbauten, Reparaturen und Ideen wurden als Ergebnis von vielen Besprechungen in einem langen Protokoll dokumentiert. Mit dem Gefühl im Gepäck, zumindest die wichtigsten Punkte abgehakt zu haben, ging es dann Heim nach Leverkusen.

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Jetzt sind es nur noch 3 Tage bis zu unserem Wiedersehen bei Hinckley. Unser Schätzchen wird dann aber noch für eine gute Woche in der Lackierhalle stehen und auf Ihr neues Lackkleid warten. Mann, was bin ich aufgeregt. Die Lackierung wird aufwändiger als üblich sein, denn auch hier habe ich ein paar spezielle Wünsche in Auftrag geben dürfen. Das Ergebnis soll schlicht umwerfend werden….. Mehr verrate ich noch nicht an dieser Stelle 🙂 Das Ergebnis sollte dann am besten einfach für sich selbst sprechen.

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Es ist ja nicht so, dass wir während der letzten Wochen nicht auf Stand gewesen wären. Ab und zu haben wir schon aktuelle Bilder aus Maine bekommen. Natürlich hätte ich mir tägliche Updates gewünscht, aber ich glaube, dass meine fast täglichen Mails mit Änderungs- und Sonderwünschen sowieso schon nervig genug für den Projektmanager gewesen sind. Ein ganz besonderes Highlight war die Überarbeitung des Teakdecks. 1000 Meter Dichtungsmasse mussten aus dem Deck entfernt werden und danach wieder neu vergossen und geschliffen werden. Was für eine WahnsinnsaRbeit! Ich denke, dass die besten Leute von Hinckley diesen Job bei uns ausgeführt haben. Das Ergebnis sieht auf den Bildern schon grandios aus.

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So sehr ich mich gefreut habe, dass die Männer von Hinckley die in meinen Augen fast unmöglich zu lösende Aufgabe hinbekommen haben, die Maschine aus dem Schiff zu holen, war es doch ein sehr befremdliches Gefühl, den Diesel dann am Haken des Kranes zu sehen. Die Maschine soll ebenfalls komplett überholt und anschließend neu lackiert werden. In dem Zusammenhang wird auch gleich die Bilge neu lackiert und eine neue Dieselfilteranlage installiert. Die Maschine ist ja schließlich unsere Lebensversicherung und muss unbedingt funktionieren, wenn es darauf ankommt.

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So ganz nebenbei wurde auch der alte Lack vom Setzbord (engl. „toe rail“) abgezogen und wird in 12 neuen Lackschichten wieder neu aufgebaut. Die anderen Deckaufbauten werde ich dann später selber neu lackieren.  Dafür habe ich eine professionelle Schleifmaschine aus Deutschland mitgebracht  und werde selber den Pinsel schwingen. Etwas Übung habe ich ja schon sammeln können in den letzten Monaten 🙂

Somit bleibt die Spannung  wohl noch ein wenig erhalten, wie das finale Ergebnis wohl aussehen wird. Für mich ist die Zeit wie Weihnachten. Die Vorfreude ist wie immer die schönste Freude. Und eines ist sicher: CESARINA hat es sich sicherlich verdient! Eigentlich  ist sie viel zu schade, um sie danach noch durch die rauhe See zu steuern. Aber schließlich wurde sie doch genau zu diesem Zweck gebaut. Wir werden sie gut behüten und auf sie aufpassen. Genauso wie sie immer auf uns gut aufpassen wird 🙂

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