Zurück in Maine

Gestern schon hatten wir die Staatsgrenze nach Maine überquert und folgten der wunderschönen und bizarren Küste. In fast jeder Stadt und jedem Dorf, das wie passierten, drehte sich das Leben um Boote oder Fischerei. Immer wieder verließen wir die Küstenstraße 1 und folgten irgendeiner kleineren Straße hinaus an die Küste. Hier bot sich uns fast immer eine atemberaubende Aussicht.

An manchen Stellen wurde sie noch zusätzlich durch einen Leuchtturm gekrönt. Unzählige kleine Leuchttürme sind über die gesamte Küstenlinie und die unzähligen Insel verteilt und jeder einzelne ist ein Unikat.

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Als Segler durften wir das Maritime Museum in Bath natürlich nicht verpassen. In dieser schmalen, gut geschützten Bucht wurden vor langer Zeit die größten Holzschiffe gebaut, die in den USA jemals hergestellt wurden. Eindrucksvoll und faszinierend erhielten wir einen Einblick in die maritime Geschichte der Stadt. Auch heute werden in Bath noch Schiffe hergestellt. Einen Einblick in die Arbeiten der Werft erhielt man aber nur im Rahmen einer Trolly- oder Bootstour. Da entschieden wir uns doch lieber für die Bootstour. So etwas macht man ja nicht alle Tage 🙂

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So konnten wir nicht nur die neueste Kriegsschiffgeneration der US Navi bewundern, sondern fuhren auch an den verschiedenen Leuchtfeuern der verzweigten Bucht vorbei und konnten die dort lebenden Fischadler aus der Nähe betrachten.

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Gegen Abend erreichten wir Camden, direkt an der Küste. Im beliebten und recht vollen Hafen lagen mehrere große und schön restaurierte Traditionsschiffe. Mit einem Sandwich machten wir es uns im Park mit Aussicht auf den Hafen gemütlich und genossen die friedliche Abendstimmung.

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Erst gegen neun Uhr erreichten wir unsere Unterkunft. Anscheinend hatte ich meine Buchungsunterlagen nicht gründlich genug studiert. Im Office war auf jeden Fall kein Licht mehr 🙁 Was nun? Wir parkten erst einmal das Auto und gingen trotzdem noch einmal zu Fuß zur Bürotür. Dort fanden wir einen Umschlag, auf dem Katja Henke stand 🙂 Juhu, das war ja nochmal gut gegangen. Unser Zimmer war offen und einer erholsamen Nacht stand nichts mehr im Wege.

Am nächsten Morgen ging es dann direkt und ohne Umwege nach Southwest Harbor. Als wir bei Hinckley eintrafen, machten wir uns neugierig auf die Suche. Wo hatten Sie das gute Stück denn versteckt? Sicher abgestützt stand unsere CESARINA in einer Halle. Rund herum mit Brettern eingerüstet. Der gesamte obere Teil war sorgfältig in einer Schutzfolie verpackt. So konnten wir nicht einmal einen Blick auf das neu überarbeitete Teakdeck werfen :-(. Am Rumpf wurde fleißig geschliffen. Alle Schrammen und Kratzer von unserem Unfall in Kuba waren schon verschwunden, genau wie ein großer Teil der der schönen dunkelblauen Lackierung. Unsere Maschine fanden wir eine Halle weiter, ordentlich neu lackiert und technisch von Grund auf überholt. In der dritten Halle fanden wir auch noch unsere beiden Masten.

Schon an der Verteilung der Einzelteile unserer Cesarina war unmissverständlich klar: das dauert wohl noch ein bisschen :-). Wir waren ja telefonisch schon darauf vorbereitet worden und mussten jetzt ein paar logistische Probleme lösen. Auf dem Boot würden wir in der nächsten Woche bestimmt noch nicht übernachten, also musste eine Unterkunft her. Und ein Auto wäre natürlich auch nicht schlecht. Obwohl im Moment Hochsaison in Maine war, hatten wir innerhalb von 2 Stunden den Vertrag für unseren Mietwagen verlängert und hatten auch für die nächsten drei Nächte ein bezahlbares Dach über dem Kopf. Genauer gesagt hatten wir sogar ein eigenes Häuschen, das aber deutlich kleiner war, als ein normales Hotelzimmer. Dafür hatte es den „Knuddel“-Faktor 🙂

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So stürzten wir uns am Abend noch in das Touristengewimmel von Bar Harbor. Eine Woche klassischer Urlaub lag vor uns. Denn am oder im Boot würden wir in der kommenden Woche nichts machen können, ohne die Arbeiten der Werft massiv zu behindern. Aber an diesem wunderschönen Fleck würde uns schon etwas Passendes einfallen.

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