Viva Columbia….oder ein echt windiges Vergnügen

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Uwe und mir war von vornherein klar, dass die Reise nach Santa Marta eine Bewährungsprobe werden würde. Kurz vor Santa Marta kam es dann aber richtig dicke für uns als wir das Kap im Norden des Landes passiert hatten. Der Wind nahm von 30 Knoten auf heftige 40-50 Knoten schlagartig zu. Wir haben das Vorsegel schnell eingerollt und sind nur mit dem Großsegel im zweiten Reff in 3-4 Meter hohen konfusen Wellen unserem Ziel entgegen gerauscht. Ich hatte wirklich alle Schwierigkeiten CESARINA auf Kurs zu halten und die heftigen Böen von bis zu 50 Knoten auszusteuern. Irgendwann hatten wir dann aber die Bucht vor Santa Marta erreicht und beschlossen, den Anker vor der Marina zu werfen, und in Ruhe zu überlegen, wie wir weitermachen würden.

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Es sah schon gruselig aus zu sehen, mit welcher Gewalt der starke Wind die Yachten an den Klampen und Leinen der Stege reißen ließ. Immer wieder zeigte unsere Windanzeige einen Wert von 46 Knoten an! Wir checkten die Wettervorhersage und sahen, dass es die nächsten Tage nicht besser sondern eher schlechter werden sollte. Also gab es keine andere Wahl. Wir mussten da rein!

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Nachdem wir 15 Minuten im Hafenbecken gekreist sind, bekamen wir unseren Liegeplatz am Ende von Steg E zugewiesen. Jetzt ging es um die Wurst! Rückwärts gegen den Wind in die Box und dann auch noch kurz vor der Steinmauer am Ende des Beckens. Es war mir klar, dass ich nur einen einzigen Versuch haben würde, CESARINA in die Lücke zu manövrieren. Andererseits hätte uns der Wind sehr bedrohlich werden können.

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Also positionierte ich das Schiff in einem Winkel von 70 Grad vor der Box und gab dann Vollgas zurück. Der sogenannte Radeffekt zog das Heck dann mit dem Heck elegant und perfekt nach Backbord in einem Bogen in die Lücke hinein. Nach 2 Minuten lag CESARINA dann seitlich an dem Steg und Uwe meisterte perfekt seinen Job, die Festmacherleinen an den richtigen Stellen zu positionieren. Am Steg warteten bereits mehrere Freunde und der Dockmaster. Die meisten schienen beeindruckt gewesen zu sein (glaube ich), wie souverän und ruhig das Manöver abgelaufen war. Diese Herausforderung hatten wir also auch gemeistert.

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Am Abend gab es dann mächtig was zu trinken und wir feierten unseren ersten gemeinsam und erfolgreichen Törn. So kann es gern bis nach Australien weitergehen. Am Mittwoch den 18. Januar soll es dann weiter gehen in Richtung Panama!

3 Gedanken zu „Viva Columbia….oder ein echt windiges Vergnügen

  1. Hey, sehr cool, ins besondere bei dem Wind in der Marina anzulegen. Hut ab!
    Wir sind seit heute Morgen Gott sei Dank mit einem dann doch gechillten Manöver wieder ins Wasser gegangen. Geniesst Colon 😉 und vor allem den Panamkanal. Wir sind oben im Gatun Lake an der riesigen Mooringboje baden gegangen, das war aber vor der Warnung vor den Crocs, den Badegang also vielleicht besser auslassen.
    Geniesst den Kanal und besonders den Moment wenn die Tore der Miraflores Schleuse auf gehen. Vielleich kann Katja ein paar Screenshots von Euch über die dortige Webcam machen.
    Liebe Grüsse
    Constantin

  2. Hallo Kasper die Karte aus Kuba!!!! ist immer noch nicht angekommen . Jetzt einen Panamahut. Gruß aus dem vereisten Wendland.Ulf

  3. You really did a very good job entering the Birth in Santa Marta. Good team, the two of you! I just noticed you are getting ready to pass the Panama Channel Monday.

    The Pacific is waiting for you and Cesarina. Hope Katja will join you to Galapagos.

    Have a save sailing!
    Len & Sip
    Saba

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