Daily Archives: 7. April 2016

Travel arrangements

Für unsere Zeit in Kuba hatte sich Besuch angesagt: Meine Mutter würde am Freitagabend aus Köln zu uns kommen. Zusammen wollten wir 12 Tage mit dem Mietwagen das Land erkunden. Die Reiseroute hatten wir im Januar zusammen geplant und schon Unterkünfte auf dem Weg für uns reservieren lassen. Auch der Mietwagen musste nur noch abgeholt werden 🙂

Heute mussten wir aber erst einmal das Boot wieder auf Vordermann bringen. Die ausgelaufene H-Milch und die explodierte Cola beschäftigten mich einen halben Tag lang :-(. Aber ich nutzte auch gleich die Gelegenheit, um die gesamte Pantry zu putzen und die Lebensmittel mal wieder durchzusehen. Es sollte uns doch nach den fast zwei Wochen Landurlaub nichts aus den Schapps entgegengelaufen kommen. During this time, Dietmar cleaned the rest of the boat, packed the sails to protect them from the sun's rays and began, to take care of the broken autopilot. In the afternoon we walked over to the shipyard. A large 100-ton crane stood idle on the well-guarded site, but otherwise quite empty area. A sailor gave us the tip, that you could get new anti-fouling here cheaply and well. After talking to the shipyard boss, we decided, to treat our CESARINA to some wellness. The last antifouling, that we had canceled in Las Palmas, Unfortunately it was almost completely washed off. The lady would come ashore on Friday and be properly beautified during our tour. Passende Anti-Fouling von HEMPEL war auf der Werft in größeren Mengen vorhanden :-). Das waren ja gute Voraussetzungen, denn in Kuba sollte ja die Beschaffung solcher Dinge mit großen Schwierigkeiten verbunden sein 🙂

So nutzen wir die restliche Zeit, um unsere CESARINA landfein zu machen. Am Donnerstagnachmittag machte auch die FELUKA in Varadero fest. Sie hatten die Nordost-Küste Kubas in kleineren Schritten abgesegelt und hatten schon eine Menge zu erzählen. So saßen wir beim Abendessen im Hafenrestaurant zusammen und hörten die ersten Berichte aus dem Osten des Landes. Das behütete Marinagelände hätte auch überall sonst auf der Welt sein können und wir hatten von Kuba bisher eigentlich nichts gesehen. Einzig die vielen Oldtimer, who travel here as taxis and the strange selection of food in the supermarket gave an idea, that we were in socialist Cuba.

On Friday morning we had our crane appointment at eight o'clock. Ralf from FELUKA agreed, to help us. Our breakfast that morning was pretty limited, because I had already made our refrigerator country-friendly. There was only one cup of coffee :-(. But after work we wanted to have breakfast in the marina bar. That Cuba is clearly part of the Caribbean and the clocks simply tick differently, became very clear to us again, when we were finally called to the shipyard at ten o'clock. It wasn't until eleven o'clock that we were hanging in the crane, der von der Größe her ganz wunderbar zur CESARINA passte. Nicht einmal das Vorstag mussten wir abschlagen. Sie passte einfach auch so wunderbar in den Travellift hinein. Nach einer ordentlichen Hochdruckreinigung wurde sie an den Platz gefahren, an dem sie die nächsten zwei Wochen verbringen sollte. Dort wurde sie auf den Kiel abgesenkt und sollte mit Stützen rechts und links abgestützt werden 🙂 Aber das war gar nicht so einfach, denn die gängigen Stützen waren alle deutlich zu kurz. In Varadero werden viele Katamarane und kleinere Boote überholt. Unsere CESARINA fiel wegen dem großen Tiefgang eindeutig aus dem Rahmen. Während auf der Werft fieberhaft nach den passenden Stützen gesucht wurde, machten wir uns auf dem Weg zum wohlverdienten Frühstück. Eigentlich war es mittlerweile schon Zeit zum Mittagessen 🙂

Frisch gestärkt setzten wir uns mit dem Werftchef zusammen und besprachen die Arbeiten, die in unserer Abwesenheit erledigt werden sollten. Er legte uns nahe, vor dem neuen Anstrich die alte Farbe komplett zu entfernen, da sie an verschiedenen Stellen schon schlecht haftete und auch abgeplatzt war. Da die Lohnkosten hier in Kuba sehr gering sind, stimmten wir zu. Die Werft machte einen soliden Eindruck und wir hatten die Hoffnung, dass die Zeit während unserer Abwesenheit sinnvoll genutzt werden würde.

So gingen wir zurück an Bord, um unsere Sachen für die Reise zu holen. Mittlerweile stand unsere CESARINA sicher auf stabilen Stützen. Jetzt fehlte nur noch eine Leiter, um hinauf aufs Deck zu klettern. Doch auf dem gesamten Werftgelände fand sich keine Leiter, die für unser Schiff lang genug war 🙁 Mit dem Stapler wurden wir auf einer Palette hinauf an Deck gehoben. Leitern finde ich schon ziemlich grausam, aber das setzte dem Ganzen wirklich die Krone auf. Schnell packten wir zusammen, was wir in den nächsten zwei Wochen brauchen würden und dann ging es wieder hinunter auf den sicheren Erdboden zurück.

Für meine Mutter, die heute Abend ankommen würde, hatte ich ein Zimmer im Appartementhotel reserviert, da ich Ihr die Unannehmlichkeiten, die das Leben auf einem Schiff an Land mit sich bringt, zum Urlaubsanfang gern ersparen wollte. Jetzt war ich sehr froh, dass ich dieses Zimmer hatte. I tried at the reception, to turn a two-person apartment into a three-person apartment. But I had no chance. It was suggested to me, just book another studio. Of course not at a cheap internet price, which I paid for the first one, but at almost three times the local rate. Customer service or. Flexibility is not exactly one of the hotel complex's greatest strengths. Annoyed, we decided on the illegal solution: Our studio had a very nice and sheltered balcony with two wonderful loungers and a back entrance very close to our room. That's probably how it should work :-). Dietmar spent the night on the balcony wrapped in a cloud of “Anti Brumm” :-).

So war es dann zumindest für mich an der Zeit, das geschützte Resort erstmalig zu verlassen 🙂 Mit dem Taxi ging es zum Flughafen. Die Varadero-Halbinsel ist mit vielen Hotelanlagen zugebaut, da ihre weißen Traumstrände sehr bekannt und beliebt sind. Trotzdem gibt es zwischendurch auch schon erste Eindrücke des „wirklichen“ Kubas zu entdecken. So traf ich auf meinem Weg die ersten Pferdfuhrwerke, sowohl am Straßenrand als auch auf der Straße. Die Straßen waren zum Teil mit abenteuerlichen Schlaglöchern und tiefen Gräben durchzogen. Rechts und links der Straße drängten sich unterschiedlichste „Behausungen“. Von der Wellblechhütte bis zum Plattenbau war alles dabei, was man sich so vorstellen kann, zum Teil sehr gepflegt und auf der anderen Seite wieder völlig heruntergekommen. An jeder Kreuzung standen Leute, die gern mitgenommen werden wollten. Zum Teil winkten sie mit Geldscheinen. Busse sahen wir eine ganze Menge: die schönen, gepflegten Exemplare für die Touristen und die kaputten und alten für die Einheimischen. Und da die Anzahl der vorhandenen Busse wohl nicht ausreichend ist für den Transport der vielen Menschen, die irgendwo hin wollen, gab es weitere Verkehrsmittel in den unterschiedlichsten Formen. Da war vom umgebauten LKW bis hin zum offenen Leiterwagen alles dabei. Bei vielen wäre man auf den ersten Blick nicht auf die Idee gekommen, dass damit Menschen transportiert werden könnten.

Der Weg zum Flughafen dauerte fast eine ganze Stunde und dank der ganzen Verzögerungen, die der Tag so mit sich gebracht hatte, kam ich gerade noch pünktlich an. Zurück in der Marina bezogen wir unser Zimmer und dann gab erst einmal Bescherung. Eine ganze Menge nützlicher und lange erwarteter Dinge zauberte meine Mutter aus ihrem Gepäck :-). Anschließend gingen wir zum Essen zusammen ins Hafenrestaurant. Morgen würde es dann ernst werden. We were curious, was wir in den nächsten zwölf Tagen alles erleben würden.

 

 

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